von Pepper Schmidt / heimatbaum.com
Endlich ist es soweit!
Ich habe euch schon vor Monaten gezeigt, wie wir die Backsteinwände in der Küche installiert haben, aber ich habe euch noch nicht gezeigt, wie die Küche jetzt aussieht. Es fehlte noch etwas: die neue Espressomaschine und neue Lampen über dem Esstisch. Aber jetzt ist alles da, installiert, geputzt und fotografiert.
Man darf nicht unterschätzen, wie lange es dauert, eine solche Küche für die Fotografie vorzubereiten. Man muss wirklich an alles denken...
Manchmal fragen mich die Leute, wie alt unser Haus ist, und wenn ich ihnen sage, dass es in den 90er Jahren gebaut wurde, sind sie etwas verwirrt, weil sie denken, wir wohnen in einem alten Haus. Aber das stimmt nicht, wir tun nur so, als ob. :)
Ich zeige euch erst einmal meine neue absolute Lieblingsecke, ich kann es sowieso nicht mehr aushalten und wie ich an den Reaktionen auf meine kleine Küchenrevue auf Instagram gemerkt habe, seid ihr auch schon ziemlich begeistert. Also los geht's!




Lecker! Kaum zu glauben, dass dies die gleiche Küche ist, oder?
Die Backsteinwand verleiht dem Raum so viel Wärme und Atmosphäre, das ist ein großer Unterschied.
Statt der zwei Regale gibt es jetzt nur noch ein Regal, und das ist ein Baustellenregal aus dem Haus eines Freundes. Ich habe es gründlich gereinigt und abgeschliffen, aber nur so viel, dass der raue Charakter erhalten bleibt. Wir haben es mit Stahlwinkeln befestigt, die ich zusammen mit den Lampen schwarz lackiert habe, damit sie zur Fassung und zur Arbeitsplatte passen. Ich habe sie vor ein paar Jahren bei Westwing im Angebot gekauft, genau wie das Geschirr.
Die Hakenleiste war vorher an der Wand gegenüber, über dem Kochfeld. Ich mochte sie auch dort, mit all den Holzlöffeln, aber als Halter für das Zubehör der Espressomaschine ist sie noch funktioneller.
Der Druck ist eine Illustration aus einem alten Lehrbuch, das ich letztes Jahr in Haarlem gekauft habe.




Die andere Seite ist für mich immer ein kleines Problem. Da ist der Backofen, die Dunstabzugshaube ist nicht schön anzusehen und alles in allem ist es nur der funktionale Teil der Küche. Ich habe darüber nachgedacht, meine eigenen Fliesen mit weißer Glasur herzustellen und sie als Spritzschutz zu verwenden, um die Wand etwas wärmer aussehen zu lassen. Vielleicht mit einem Fischgrätenmuster oder einem Wabenmuster. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass es schwer ist, sich zu entscheiden.
Im Moment hängen dort die Schneidebretter, aber es ist noch ein bisschen Platz für ein oder zwei schöne Exemplare.



Das Regal neben dem Kühlschrank ist auch aus alten Baustellenbrettern gemacht und wirklich einfach. An den Längsseiten werden Kanthölzer angeschraubt und dann die Regalböden darauf gestellt. Allerdings hatte ich das Regal eigentlich für die Nische im Wohnzimmer hinter dem Sofa gebaut. Aber mit der Holztür hat es nicht ganz gepasst. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich es in der Küche behalten will. Der Stauraum ist natürlich toll, aber es nimmt doch ein bisschen Platz weg und der Handtuchhalter war schon schön am Kühlschrank...



Den neuen Essbereich kennt ihr bereits aus meinem letzten Beitrag über den Blumenkasten. Er bekommt immer mal wieder neue Blumenzwiebeln und steht deshalb immer noch frisch und grün auf dem Tisch. Der Teekasten steht derzeit auf der Fensterbank, wo er immer in greifbarer Nähe ist.
Die Egon Eiermann Stühle habe ich gebraucht gekauft und ich bin so froh, dass ich welche mit schwarzem Gestell bekommen habe!
Die Bank am Fenster ist immer noch da und das Kissen ist immer noch dasselbe. Aber die wunderschönen mundgeblasenen Glaslampen von Pernille Bülow sind neu und passen perfekt in den Essbereich! Aber dazu wird es bald einen ausführlichen Artikel mit allen Infos geben.
Dass das Kissen so perfekt zur Wand passt, ist ein Zufall, denn ich habe es in Middelburg gekauft, als es die Backsteinmauer noch gar nicht gab.








Ihr habt es wahrscheinlich nicht bemerkt, aber ich habe die Wände in der Küche wieder weiß gestrichen. Das Grau war auch schön, aber es passte nicht zu den Ziegeln. Meine Mutter hat gesagt, ich sei schon wieder verrückt, aber was soll ich machen, ich kann es einfach nicht ausstehen!
So! Jetzt bin ich sehr gespannt, was ihr über diese Veränderung denkt! Ich bin wirklich begeistert und ich liebe unsere neue Küche. Sie ist so warm und gemütlich und ich könnte stundenlang auf die Ziegelsteine starren. :)
Dann sitze ich da mit meinem Cappuccino und stelle mir vor, ich wäre in den Niederlanden in einem coolen Café.
Einer der Ziegelsteine ist übrigens etwas ganz Besonderes: Ich habe ihn letzten Sommer am Strand in Zeeland gefunden und wusste sofort, dass er Teil dieser Wände werden muss. Ich habe ihn genau so gelassen, wie er war. So erinnert er mich jetzt immer an das Land, das mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hat, solche Ziegelwände zu haben.
